Change und Prämie

Die Einführung eines Prämienlohns? Klar, das ist ein Change-Projekt. Die Abschaffung eines Prämienlohns? Selbstverständlich ist das „Change“. Und die Änderung eines bestehenden Prämienlohns? Nun, wahrscheinlich auch, zumindest wenn es nach denen geht, die gerne von externer Seite das Change-Management voranbringen wollen. Denn „Change“ soll ja nur verschleiern, dass es um eher Alltägliches geht, um Veränderung nämlich. Und genau dafür hat das Unternehmen ja sein Management, zumal die zwei Hauptbotschaften aus allen Change-Management-Ansätzen sind und bleiben:

  1. Suche, erkenne und benenne den oder die Hauptverantwortliche(n)
  2. Informiere früh, ausführlich, verständlich und wiederhole dies immer wieder,

Das war es dann aber auch schon. Es geht beim Verhältnis des Prämienlohns zu „Change“ aber um etwas anderes. Nämlich darum, ob generell ein Prämienlohn Veränderungen be- oder gar verhindert. Und tatsächlich. Ein schlecht gemachter (oder vielleicht schon in die Jahre gekommener) Prämienlohn kann hinderlich sein bei Veränderungen. Typische solche Veränderungen sind oder können sein: andere, zusätzlich Produkt, Verfahren, Maschinen und Anlagen. Andere Qualitäts- oder Terminbedingungen, veränderte Schichtmodelle und veränderte Personalbesetzungen, andere interne Zulieferer. Werden die Einflüsse solcher Änderungen auf den Prämienlohn nicht bedacht, dann wird der Prämienlohn bzw. genauer gesagt, werden die Mitarbeiter, die an diesem Prämienlohn „hängen“ zur Bremse. Damit dies nicht geschieht muß eben frühzeitig nach Lösungen gesucht werden, die es verhindern, dass der Prämienlohn notleidend wird (was in beide Richtungen geschehen kann). Auch bei der Einführung bzw. der Gestaltung eines solchen bedarf es dieser Überlegungen und der Unterstützung durch einen erfahrenen Berater.

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Einkauf und Prämien

Was Einkauf und Prämienlohn miteinander zu tun haben erschließt sich nicht jedem sofort. Doch wenn man an den Übergriff der Verschwendung denkt, erhellt sich gleich das Bild. Ein einfacher Zusammenhang lautet: Kein Material – keine Prämie. Zumindest wenn die Prämie an echter und nicht nur erfundener Produktivität und Leistung hängt. Dann betrifft dies Rohmaterial oder Zulieferteile ebenso wie Verpackungsmaterial. Denn fehlendes Material in der Fertigung ist ein Produktivitätshemmnis erster Güte, das fehlende Verpackungsmaterial im Versand führt zu schlechter Produktivität ebenso wie zu schlechter Termineinhaltung. Das Suchen nach Material ist keine wertschöpfende Tätigkeit, auch das Herumräumen nicht benötigter, zu vieler Materialien verbraucht Zeit ohne Gegenwert. Doch einfach nur Bestände reduzieren ist oft zu kurz gesprungen. Es bedarf einfacher Lösungen (ich vermeide absichtlich an dieser Stelle den überstrapazierten Begriff von „intelligenten“ Lösungen). Solche Lösungen können eine Kanban-Steuerung sein, ein visuelles Bestandsmanagement. Und genau dazu bedarf es des Einkaufs bzw. der Mitarbeit dieser Abteilung. Denn es führt zu anderen Rückmeldeprinzipien, anderen Bestellzyklen und –Mengen. Zu anderer Kommunikation untereinander und vielleicht auch zum Lieferanten.

Und deshalb haben wir dies in unser Beratungs- und Dienstleistungsangebot aufgenommen. In vielen Unternehmen kann damit schnell und mit überschaubarem Aufwand Kosten dauerhaft eingespart werden. Vor allem geht dann die Einsparung mit gleichzeitig erhöhter Effizienz einher. Schneller ist kaum Geld verdient und die Produktivität verbessert

Wetter Unternehmensberatung unterstützt Sie auch hierbei. Mehr Infos finden Sie auch auf der Webseite zur Optimierung von Beständen und Einkauf

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1000 Euro Prämie quick & dirty

Für was denn Beratung? Alles überflüssig. Nur Sesselfurzer. So argumentierte vor kurzem ein Geschäftsführer mir gegenüber und erklärte mir auch gleich, wie er seine „faulen“ Mitarbeiter zur Leistung bringe. Er zahle an jeden Mitarbeiter in einer bestimmten (Schlüssel-)Abteilung einfach monatlich bis zu 1000 Euro mehr. Die dann höhere Stückzahl mache diese „Peanuts“ wieder wett. Dazu brauche er weder eine Vereinbarung, noch einen Berater. Auch keinen Betriebsrat. Und die überforderte Personalleiterin solle sich besser um ihren kranken Vater kümmern, denn sie hätte eh keine Zeit für solchen Quatsch und würde somit dann auch nichts falsch machen.

So kann man das natürlich machen. Aber durchdacht ist hier gar nichts. Richtig gerechnet auf lange Sicht auch nicht. Nebenwirkungen sind unerwünscht und per Geschäftsführerbeschluß ausgeschlossen. Basta. Auch eine Art der Führung. Führungsstil „basta“. Geht auch ohne Wissen.

Es geht aber besser. Statt irgendeinen Sesselfurzer könnte man mich holen. Mit Erfahrung und Wissen zum Erfolg durch moderne Arbeitswirtschaft, Prämienlohn, Prozessverbesserung. Mit Wetter Unternehmensberatung

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Mitarbeiter binden und finden über Lohn

Viele Unternehmen haben aktuell das Problem, Mitarbeiter nur schwer halten zu können und neue Mitarbeiter noch schwerer zu finden. Ein wesentlicher Schlüssel dabei spielt selbstverständlich das Geld, auch wenn dies immer wieder in Abrede gestellt wird. Klar ist, daß es auch andere Faktoren gibt und ebenso klar ist, dass diese anderen Faktoren nicht überall gleich wirksam sind. Geld jedoch spielt vor allem in den unteren Entlohnungsstufen eine überragende Rolle. Je weniger werthaltend die Arbeit ist, desto weniger können dort die „anderen“ Faktoren sich auswirken. Ein Fließband, eine Fleischzerteilung oder eine Schweißerkabine bieten einfach deutlich weniger Entfaltungs- und Gestaltungsmöglichkeiten als ein Job im Marketingteam. Und die hierarchiefreie Kommunikation mit dem Chef findet eben selten oder gar nicht in der Nachtschicht an den Stanzautomaten statt. Auch zusätzliche Freizeit ist wenig wert, wenn das Geld dafür fehlt, diese sinnvoll zu nutzen. Das bedeutet ganz einfach: Mehr Geld = Arbeitgeber gewinnt an Attraktivität. Doch einfach eine Lohnerhöhung oder generell mehr Lohn zu bezahlen ist nicht unbedingt der richtige Weg. Denn die höheren Löhne können in schlechten Zeiten, die sicher einmal wiederkommen werden, den Unternehmen bildlich auf die Füße fallen. Besser und klüger ist es deshalb, das höhere Entgelt an Leistung und Ergebnisse zu koppeln. Gute Ergebnisse bringen dann dem Mitarbeiter mehr Geld und das Unternehmen hat einen echten Nutzen davon und nicht nur erstmal höhere Kosten. Gehen die Ergebnisse zurück, sinkt die Leistung, dann gehen auch die Löhne wieder zurück auf ein niedrigeres Niveau. Dies schafft ein klug gestalteter Prämienlohn. Wir machen das !

Beratung und Information zu wirksamen Prämienlohn, nicht nur für die Serienfertigung, gibt es bei Wetter Unternehmensberatung

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Boreout – eine Krankheit ?

Man redet über Burnout. Besonders häufig tut man das in Deutschland, in USA gibt es den Begriff als berufsbedingte Krankheit überhaupt nicht. Von Überlastung ist die Rede, von Überforderung eher weniger, denn dies wird schon eher wieder als ehrenrührig angesehen, ist doch der Burnout eher so etwas wie das ultimative Fleißpünktchen. Jeder, der in diese Richtung argumentiert, wird sofort abgewatscht, auch mir ist dies so passiert. Die Burnout-Industrie und die Anhänger der Lehre, einschl. mancher Mediziner sind schon so mächtig, daß das Leichentuch der political correctness sich schon über das Thema gelegt hat und Kritik am Denken als nicht mehr opportun gebrandmarkt wird. Deshalb will ich heute die andere Seite der Schnur beleuchten, etwas, was in der ganzen Diskussion untergeht. Das Phänomen des Boreout. Der Boreout entsteht, wenn der Mitarbeiter dauerhaft unterfordert ist, sich praktisch langweilt. Der Mathematikprofessor, der tagelang jeden Tag 1000 mal schreiben muß „ich darf heute was aufschreiben“, der läuft Gefahr eines Boreouts. Aber auch der Mitarbeiter, der Aufgaben erledigen muß, die weit unter seiner Qualifikation, Erfahrung und Erwartung  liegen, wird Gefahr laufen, einen Boreout zu entwickeln. Die Aufgabe „Harry fahr schon mal den Wagen vor“ ist eben nicht nur kein Motivator sondern ein Beschleuniger des Negativen. Und wie wirkt sich Boreout aus? Typischerweise werden die nicht reizvollen und unterfordernden Aufgaben dann auch schlampig und fehlerhaft erstellt, die Pünktlichkeit des Unwichtigen leidet, die Begeisterung für die Aufgabe und später für das Unternehmen verschwindet, der Respekt für den Vorgesetzten leidet, schließlich treten Fehlzeiten auf. Durchaus ähnlich den bekannten Effekten des Burnouts. Wer also wirklich gute Mitarbeiter haben, halten und gar weiterentwickeln will, der vermeidet Überforderung ebenso wie Unterforderung. Und akzeptiert, daß Burnout mehr die Überforderung als die Überlastung ist.

boreout-schema

Prämienlohn und Leistungslohn haben nichts mit Leistungsdruck oder gar Überforderung zu tun und noch weniger mit Ausbeutung. Ein gut gemachter Prämienlohn soll einfach gute Ergebnisse honorieren, die die Mitarbeiter erzeugt oder mit herbeigeführt haben. Und eben nicht wie ein Geschenk verteilt sondern nach klaren Regeln nachvollziehbar und einfach zu berechnen. Und beim Aufstellen der Regeln helfen wir, Wetter Unternehmensberatung !

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Prämienlohn – die Büchse der Pandora ?

Produktivität? Ja klar. Das muß rein in das neue Lohnmodell. Qualität? Selbstverständlich! Termintreue? Auch, unbedingt. Aber die Gerechtigkeit darf auch nicht vergessen werden. Deshalb muß es spezielle Lösungen für ältere Mitarbeiter geben. Und für die in Schichtarbeit. Fehlzeit berücksichtigen wäre auch nicht schlecht. So oder ähnlich hört es sich an, wenn man am Anfang eines Lohnprojektes steht. Geschäftsleitung, Betriebsrat und Personalabteilung sind die Beteiligten. Doch schnell kommen die Produktions- oder Fertigungsleitung, die Logistikleitung und auch der Vertrieb dazu. Und ehe man es sich versieht, gibt es neue Wünsche und Vorschläge so wie die ersten Abneigungen. Nebenzeiten, unterstützende Prozesse und Tätigkeiten, Überwachungstätigkeiten, Einrichten und Reinigungszeiten seien zu berücksichtigen oder auch nicht. Dann erscheint die Arbeitsvorbereitung auf dem Spielfeld, die Vorgabezeiten seien fehlerhaft, nicht vollständig, nicht aktuell oder sonst wie problematisch. Das Controlling gesellt sich dazu und rechnet Kosten hin und her, liefert neue und andere Zahlen. Die IT mischt sich mit ein und sieht generelle Bedenken, da die vorgesehene Software irgendwelchen Protokollen oder selbst gesetzten Standard widerspricht oder zumindest nicht genau entspricht. Der Einkauf will mit dem Berater verhandeln und sucht nach Alternativen bei Beratung und der Software. Das Marketing soll mitmischen und dem Projekt intern einen guten Anstrich geben, gerne auch auf dem Intranet, was die IT-Abteilung wieder auf den Plan ruft. Die Personalabteilung ruft nach Schulungen wie auch der Betriebsrat, die einen nennen es Personalentwicklung, andere anders. Die Schulungen soll aber dann nicht der Berater machen sondern doch ein gewerkschaftsnahes Institut. Und dieses empfiehlt dann mehr auf Mediation, Konsens und Psychologie zu setzen und entwickelt neue Kennzahlen. Usw. Und wer hier nicht schon von Anfang einen roten Faden und einen Plan hat, sieht sich plötzlich vor roten Linien und das Projekt wird zu dem, was man als die „Büchse der Pandora“ bezeichnet. Einmal geöffnet läßt sie sich nicht wieder schließen und es kommt nur noch Unschönes heraus und dazu.

Deshalb bedarf es vor Beginn und dem Erstellen der Einladungen bereits einen konkreten Plan mit einem roten Faden. Und jemand, der immer wieder diesen Faden findet oder zumindest darauf deutet.

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Industrie 4.0 – IG-Metall Version

Auf der Webseite der IG Metall kann man sehen, was man bei Gewerkschaft unter Digitalisierung versteht ! Nichts ! Bleistift mitbringen!

„Wo bekomme ich meine Tarifverträge im Wortlaut? Die IG Metall ist bundesweit mit etwa 155 Geschäftsstellen regional vertreten. Dort bekommen Mitglieder, die für sie gültigen Tarifverträge.“

Und noch etwas schwingt dabei mit: Nicht-Mitglieder geht das nichts an. Also hat man was zu verbergen oder es ist einfach so absurd, dass es besser nicht so viele lesen sollen.

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