Zu hohe Prämien sind wie Drogen

Oft herrscht die Vorstellung, ein hoher variabler Lohn-Anteil stellt auch eine besonderes Engagement und eine hohe Leistungsbereitschaft sicher. Doch ist dem wirklich so?

Die Antwort ist hier ein klares Nein. Ab einer gewissen Prämienhöhe verlieren die Prämien nämlich wieder ihre Anreizfunktion und werden eher zum wesentlichen Bestandteil des Gehaltes angesehen, insbesondere immer dann, wenn die hohen Prämien über einen längeren Zeitraum konstant hoch waren. Denn meist richtet sich der Empfänger damit ein, plant, verplant das zusätzliche Geld. Und die hohen Prämien werden dann mit Zähnen und Klauen verteidigt. Alles Handeln geht um die Sicherstellung der Prämie, nicht aber zwingend um die Veränderung der zur Prämie führenden Kennzahlen wie zb im Vertrieb der Umsatz. Und dann wird jede Veränderung im Unternehmen, an Kennzahlen oder an Berechnungen mißtrauisch in Hinblick auf die Prämienberechnung beäugt, jede Veränderung wird abgelehnt und bekämpft. Genau das Gegenteil von Engagement wird dann durch zu hohe Prämien erzeugt. Es ist vergleichbar einer Droge. Zunächst probiert, an den Genuß gewöhnt, mit Positivem verbunden führt sie bei regelmäßiger und hoher Dosierung zur Abhängigkeit und in den Sumpf. Das passiert leider auch zu oft in Unternehmen. Gut gemeint ist nicht gut gemacht eben

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Über wetterjoerg

Unternehmensberater und -Begleiter aus der Praxis für die Praxis
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