Detailverliebtheit im Prämienlohn

Vorgabezeit Produkt A, Zuschlag 1 für Variante a1, Zuschlag 2 für Variante a2. Qualitätslage bei Produkt B aber nicht bei Produkt C. Zeitgutschrift für x und Zeitabzug bei y. Team 1 und 2 mit Prämienkurve I und Team 3 bis 5 mit Prämienkurve II. Neutralisierung der Zeiten für Auftragsarten N, Gemeinkostenzuschlag bei Team 3 von 4 %, bei Team 4 bis 6 von 6,5%. Es mag viele Gründe für dies und ähnliche Überlegungen geben. Und wenn man sucht, wird es noch weitere Unterscheidungsmerkmale und potentielle Ungenauigkeiten und vielleicht sogar theoretische Ungerechtigkeiten geben. Ist nicht vielleicht Produkt C schneller zu fertigen als Produkt B aber dafür die Arbeitsumgebung lauter, dreckiger oder sonstwie anders? Sollte es nicht vielleicht dann einen Zuschlag geben wenn C gefertigt wird? Aus diesen und ähnlichen Gründen sollte ein Prämiensystem nicht von Ingenieuren und nicht von Betriebsräten gemacht werden, denn beide haben hier keinen brauchbaren Kompaß. Ein Prämiensystem ist eine wirtschaftliche Entscheidung und sollte den betriebswirtschaftlichen Aspekten dienen, nicht den Bestrebungen nach Abbildung von Ingenieurswissen und der Suche nach Gerechtigkeit.

 

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