Gesund oder krank – Gutmenschen in Aktion

Sie gehen zum Arzt wenn Sie gesund sind? Oder doch wohl eher, wenn die Krankheit Sie erwischt hat? Sie haben eine Krankenversicherung oder eine Gesundheitsversicherung? Die Beträge dazu zahlen Sie an eine Krankenkasse? Wer ein Problem lösen möchte, muß es zunächst einmal beim Namen benennen. So machen hohe Fehlstände wegen Krankheit (echter oder vorgeschobener Art) den Unternehmen wieder zunehmend zu schaffen. Und deshalb gibt es auch vielerlei Programme und Maßnahmen, die dieses Übel angehen und  bekämpfen. Ein erster Schritt ist dabei immer auch, über die Zahlen zu sprechen. Naheliegend ist, die Krankquote dazu zu verwenden, diese im Unternehmen zu veröffentlichen, zu visualisieren. Das wirkt bei vielen Betrieben schon einmal und der eine oder andere Krankenstand ist in der Vergangenheit daraufhin gesunken.

Doch leider kommen nun auch die Gutmenschen hier zu Wort. Es soll nur noch die Gesundquote gezeigt werden, nur noch über die Gesundheit gesprochen werden, nicht mehr über Krankheit, so tönt es zunehmend aus den Personalabteilungen. Krank sei schlecht, gesund sei gut, deshalb die Argumentation. Man wolle mit positiven Worten das Thema besetzen, die Kranken nicht diskriminieren, das Negative nicht betonen usw.

Auch der Allerdümmste im Unternehmen weiß allerdings was mit der Veröffentlichung der „Gesundquote“ gemeint ist. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die vor dem Einzug der sprachlichen Gesundbeter einfach „Mitarbeiter“ genannt wurden, wissen sehr wohl, daß es um die Krankmacher geht und nicht um die gesunden Mitarbeiter/-innen (Variante 2). Also warum darum herumreden? Der direkte Weg ist der, der ans Ziel führt. Nur wenn, die Dinge beim Namen genannt werden, können Sie gelöst werden. Was glauben diejenigen, die von „Gesundquote“ sprechen, denken die Mitarbeiter darüber? Und was die wirklichen Blaumacher? Sie denken, daß sie Chefs haben, die Angst vor der Wahrheit haben. Und im Inneren lachen sie über diese. Deshalb: Wer sicher über Fehlstand ärgert, sollte diese nicht „negative Anwesenheit“ nennen sondern eben Fehlstand. Sonst wirkt er kindisch.

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